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Sonntag, 6. August 2017

Wie hätte ich mich wehren sollen? Zwei große Fragen.


Wie hätte ich mich wehren sollen?

Zwei große Fragen.


Wie hätte ich mich wehren sollen oder können gegen all die schrecklichen Dinge, die mit mir geschahen. Das geht mir immer wieder durch den Kopf.

Wie kann man sich gegen etwas wehren, von dem man nicht weiß, das es böse und schlecht ist. Wie sich wehren gegen etwas, was doch so normal und alltäglich in ihrem Leben geschieht, wie beispielsweise nach dem Essen das Geschirr abzuräumen. Wenn man essen möchte, räumt man halt erst alles dafür Nötige auf und dann räumt man es wieder ab.

Und wenn man geschlagen oder seelisch gedemütigt oder erpresst wurde, leckt man sich die Wunden und weint ein bisschen - und weiter gehts. Oder? Wenn ihnen derlei “Grausamkeiten” wie körperliche oder emotionale Gewalt und Mißbrauch seit der Kindheit immer wieder begegnen, dann finden sie das salopp formuliert zwar ziemlich Scheiße und beklagenswert und beides macht sie auch traurig oder wütend, aber: es wurde auch längst zur Routine. Es wurde längst zu einem Aspekt ihres Alltags. Und natürlich versäumt die gegen sie Gewalt ausübende Person eigentlich auch nie, ihnen zu erklären warum ihnen all das zustößt und widerfährt.

Sie waren nicht artig. Sie sind über das Ziel hinausgeschossen. SIE wollen ja nicht HÖREN. Und wer nicht hören will, der muß eben FÜHLEN. Und hinter diesen Worten klingt noch leise ein ‘ce la vie” mit an. Unausgesprochen, aber deutlich vernehmbar für ihre Wahrnehmung.

Es gibt im Nachhinein oft tausende von Begründungen dafür, warum sie Schuld waren, an dem was ihnen geschah. Ihnen allen ist eins gemein:

Immer, immer, immer, waren es sie allein, die die Schuld zu tragen hatten. Immer waren sie Auslöser und Ursache für das, was dann geschah.

Diese Worte arbeiten in einem und man glaubt sie mit der Zeit selbst. Sie graben sich in ihr gequältes Gehirn hinein, wie ein Kolibri sich mit seinem Schnabel in eine Blüte arbeitet. Bei näherem darüber nachdenken und hinterfragen fallen ihnen dann sogar noch tausend kleine Dinge und Anhaltspunkte ein, die ihre scheinbare Schuld zu begründen, zu belegen und zu beweisen scheinen. In ihrem tiefsten Inneren sehen sie sich, wie der übergriffige Mensch sie sieht. Und sie machen sich sein Bild zu eigen.

Natürlich war es ihre Schuld gewesen, dass man sie geschlagen hatte. Wenn sie sich halt auch so renitent und stur verhielten. Man MUSSTE ja regelrecht zu diesen Mitteln und Methoden greifen, damit sie mal wieder kapieren, das es SO nicht geht! Sie wollten es nicht anders, klare Sache!

Zum Beispiel die Sache mit der mütterlichen Nähmaschine an die ich damals als junges Mädel unerlaubt geschlichen war und dabei versehentlich die Nadel abgebrochen hatte.

"DIE GANZE MASCHINE HÄTTE DABEI KAPUTT GEHEN KÖNNEN! Oder etwa nicht??! Es war pures GLÜCK gewesen, dass NUR die Nadel abbrach!!11elf!!"

Und so verstehen sie nicht, KÖNNEN sie nicht [mehr] verstehen, dass ihnen da gerade krasse Gewalt angetan wird. Ihre Grenzen wurden und werden einfach niedergerissen. Man trampelt darüber hinweg, fast so als gäbe es sie gar nicht. Diese Grenzen, die sie und ihre [kindliche] Entwicklung und Existenz schützen sollten, sie werden überrannt.

Und so sind sie dann irgendwann weg. Auf diese Art verlieren sie jegliche schützende Abgrenzung. Ihr Ich entschwindet. Es löst sich auf und nichts trennt und unterscheidet sie mehr von dem Angreifer. Es ist nichts mehr da. Er hat sie und ihre Seele mit Haut und Haar gefressen. Es bleibt nichts eigenständiges mehr fühlbar. Sie existieren nicht mehr unabhängig und abgegrenzt von dem, der ihnen Gewalt und Mißbrauch antut.

[Ich mag das Wort Mißbrauch in diesem Zusammenhang nicht. Man ‘gebraucht’ Menschen nicht wie einem Gegenstand. Aber da ich keine bessere Formulierung dafür kenne verwende ich es in diesem Kontext.]

Für sie ist dieser Zustand also längst zum Alltag geworden. Und sie haben es doch auch ‘verdient’, weil sie Fehler gemacht haben. Verdient, weil sie nicht wie erwartet funktionieren. (Als ob sie so eine Funktionsmaschine wären, deren Lebenszweck nur der ist, dem Gegenüber dienlich zu sein oder seinen Erwartungen und Ansprüchen zu entsprechen. Allein daran hätte man erkennen können, dass da etwas komplett schief läuft, wenn.. ja wenn man all diese kranken Muster damals schon durchschaut hätte.)

Sie verstehen nicht, was da geschieht. Sie können diese ganze kranke Scheiße nicht blicken. Man hat sie festgenagelt auf IHRE SCHULD und IHRE Scham. Und ganz allein an IHNEN liegt es, an IHREM Verhalten, ob sich dies jemals ändern würde. Schließlich sei man ja kein Unmensch und quäle gerne sein Kind [ersatzweise: Frau, Mutter, Schwester, Geliebte, Freundin etc.pp.] sondern verfolge mit der “strengen Erziehung” oder strengen Behandlung ihrer Selbst lediglich Besserung ihrer Fehler und das ausmerzen ihrer schlechten Charaktereigenschaften.

Und wo sie so drüber nachdenken was man ihnen sagt klingt das doch auch zunehmend alles irgendwie einleuchtend, nicht wahr?

Sie lassen sich die Worte durch den Kopf gehen, wieder und wieder, in endlosen Kreisen in ihrem Kopf,
und sind dann am Ende so verunsichert, daß sie nicht mehr wissen wo oben und unten ist und wo links und rechts und da man sich schließlich an irgendetwas festhalten und orientieren muss: warum denn nicht an den Worten ihres Peinigers, wo sie doch so überzeugt und selbstsicher von ihm oder ihr vorgetragen wurden?

Wie hätte ich mich wehren sollen und können gegen etwas, was für mich “normaler” Alltag war. Wie hätte ich verstehen können, was damals wirklich geschah.

Zwei große Fragen.

Pat - 15.06.2017, 00:43h

Tags: Fragen, gefangen, Gewalt, Mißbrauch, Trauma

Samstag, 15. Juli 2017

Von all der Pracht des Sommers [Gedicht]


Von all der Pracht des Sommers


Von all der Pracht des Sommers,
wird bald nichts mehr übrig sein.
Wohin gehen wir dann, mein Liebster,
wohin gehen wir dann?



Wir gehen weit fort in den Süden,
und suchen der Zeit zu entfliehn.
Zusammen wird es uns gelingen,
selbst wenn in den Norden wir ziehn.


Mein Liebster, ach mein Liebster,
dann will ich nicht fern sein von Dir.
So gehen wir also zusammen,
in das Morgen aus dem Hier.


Pat - 15.07.2017

Tags: Zeit, Sommer, Fülle, Leben, Liebe, Gedicht, Lyrik

(aus: romantische Gedichte - Briefe an einen fiktiven Liebsten)




Samstag, 1. Juli 2017

eisekalt [Gedicht]

• eisekalt •



eisekalt wars im Wald
als der Tag verschwand
und die Nacht aufzog


eisekalt wars im Wald
und schon bald 
kam der Schnee.



Pat - 28.01.2017, 20:58h

Tags: Gedicht, Reim, Depression, Seelenzustände

Mittwoch, 21. Juni 2017

Fundstück aus dem Jahr 2010: Nachmittags

Nachmittags


die sonne scheint freundlich,
wie zum abschied
und auch zur vorbereitung
unseres seins
auf den herbst.

es ist vergleichsweise ruhig,
friedlich,
könnte man fast sagen.

draussen spielt ein kind.
nein, es sind mehrere..
ihr lachen klingt irgendwie fröhlich
ausgelassen halt

bis auf dieses eine kind.
seine stimme klingt aggressiv und dunkel,
sie verheißt nichts gutes
weist auf düsternis und verzweiflung hin

ich wünsche mir das jemand diesem kind helfen wird
das es jemanden gibt,
der es versteht, auf es zugeht,
der es aufrichtig liebt und verständnis zeigt
doch die zeichen stehen schlecht

nachmittags - mitten im sonnenschein
bin ich dem Dunklen begegnet
und die glasklare Hoffnungslosigkeit
hat mich erschreckt.
Ein finsterer blick der erkenntnis
den ich gern missen würde.


(c) by Pat, 24.02.2010
Tags: Gedankenwelt, Discordia, alte Texte

Donnerstag, 15. Juni 2017

Fundstück aus dem Jahr 2010: ruhiger Morgen

ruhiger morgen

Samstag, 7 August 2010 um 09:07
ein ruhiger samstag morgen
die frühe sonne wirft ihre ersten strahlen
und verspricht einen schönen tag

im radio singt eine frau mit angenehmer stimme:
„gib mir sicherheit, gib mir etwas das bleibt .....“

verstohlen bahnt sich eine träne
der schwerkraft gehorchend
ihren weg nach unten

und rinnt und rinnt...
bis sie fällt
und zu Boden stürzt
wie ich

(C) by Pat / 7.8.2010
Tags: Traurigkeit, Depression, Verlustgefühle

Dienstag, 13. Juni 2017

Das Überwinden der Schatten [Gedicht]

  Das Überwinden der Schatten


Aber wie kann ich Licht geben, wenn in mir doch so viel Dunkelheit steckt? 

“Tu es einfach! Fang einfach damit an.. versuche es.. 
Beginne und erkenne, daß auch in dir Licht ist, daß du teilen kannst.”

flüsterte eine Stimme in ihr. 


“Was du gibst, wird zu dir zurückkommen.
Was du denkst, wird dein Denken bestimmen. 
Und was du fühlst, entsteht aus beidem.” 

flüsterte die Stimme noch, bevor sie verklang. 


Pat - 10.04.2017, 10:02h
Tags: spontan, Seele, Dunkelheit, Licht, Depression. Gedicht

Montag, 10. April 2017

Das Kirschblütenblatt [Gedicht]


 

Das Kirschblütenblatt 

Aus der Ferne weiß und klein / weht ein Blütenblatt herein / treibt so vor sich her im Wind / trudelt im fahlen Morgenlicht - geschwind / und saust dann weiter / auf und nieder / durch die Lüfte / wieder und wieder / bis es sich ermattet / vor meine Füße schwingt / Dabei singt es ganze Lieder / vom Werden und vom Vergehen / “Ach, was bist du schön anzusehen!” / tönt es mir in meiner Seele / und zart gestimmt / empfange ich seine Grüße.


Pat - 10.04.2017, 08:53h
Tags: spontan, Kirschblüte, Vergänglichkeit, Natur, Gedicht 


Wissenswertes zum Foto:
Das Foto zeigt ein Kirschblütenblatt auf einem Blatt Papier auf meinem Tisch. Diese Komposition wurde von mir bearbeitet und hier als Zugabe zum Moment und den Worten über sein erscheinen feilgeboten. 

Dienstag, 28. März 2017

Sich nie genug sein [Gedicht]

Sich nie genug sein.

Und doch,
immer:
Wie sehr wollt ich klug sein!

[Ausruf, Strich und Punkt.]

Oder klüger und
gescheiter sein.
Vielleicht auch intellektuell weiter sein?
Gern auch verständiger
oder geistig behendiger.

Nie war ich mir genug,
stets hielt ich andere für klug.

Mich schätzte ich gering
und dabei verfing,
der Blick, den ich auf andere getan..
er fiel zurück auf mich.
Und war. Schwer. Wie Blei.

Pat - 24.03.2017, 23:13h
Tags: Spontan, Reim, Lyrik, Sichtweisen, Depression

Samstag, 25. März 2017

Gepachtet [Gedicht]

Gepachtet nur der schöne Schein,
nicht wichtig für das wahre Sein.
Die Illusion treibt dich dahin,
dir scheint, als mache all das Sinn.
Doch Sinn ist nicht zu finden
in anfassbaren Dingen.
Er findet sich im Innern.

Pat - 24.03.2017
          23:23h
Tags: Spontanreim, Lyrik, Gedicht

Dienstag, 31. Januar 2017

Gleichmut [Ausspruch]

Gleichmut



Gleichen Mutes bedeutet nicht gleichgültig oder mutlos zu sein.
Gleichen Mutes heißt:
jeden Tag seinen Weg mit gleichem Mut zu gehen,
Tag um Tag,
zuversichtlich und doch auch gewahr der Schrecken,
die da kommen mögen,
auf dem Weg ins Licht.








Pat - 21.11.2016
          01:09h 

Tags: Spruch, Ausspruch, Gleichmut, achtsam 

Montag, 30. Januar 2017

Wenn aus Wahrheit [Gedicht]




Wenn aus Wahrheit

ein zuviel
an gesagter Wahrheit wird
weil du mehr sagtest,
als der andere es vertrug,
dann, ja, dann
ist an einer Grenze
man angelangt,
und man schweiget besser stille
denn es gibt einen Wille
den man besser nicht übertrete
weil er sonst vielleicht bräche
knackend entzwei in Teile
wie ein Zweig
die in Windeseile
sich dann zerstreuen  
und so achte diese Grenze
und lasse dem Menschen seine Zeit, 
bis er von selbst sie fände
die eigne Wahrheit. 


Pat - 24.11.2016 

Tags: Gedicht, Reim, Gedankenwelt, Achtsamkeit, Wille, Gewalt, gegenGewalt, Grenzüberschreitung, Psyche 

Samstag, 28. Januar 2017

im Wortrausch [Gedicht]


im Wortrausch




sich an Worten berauschen
beim still nach innen lauschen
Worte, die betören
Worte. die zerstören
Worte - die Brücken bauen
um ins morgen zu schauen



Pat - 29.01.2017
          18:10h

Tags: Gedicht, Reim

in eigener Sache


in eigener Sache

Versuch einer Zusammenfassung von Trauma und Analyse:


  • Traumaüberwindung 
  • Rückführung ins Ich
  • Aufarbeitung

Ich habe gestern spontan das über Mich dieses Blogs überarbeitet und dabei auf den Tisch gelegt, was es noch soweit auf den Tisch zu legen galt. Ich will und werde mich nicht länger für mein bisheriges Leben schämen und ich werde auch nicht mehr in den daraus resultierenden Schuldgefühlen ertrinken, denn ich muss das nun nicht länger. Ich muss mich nicht länger auf diese Emotionen einlassen.

Ich habe erkannt. Und ich habe verstanden.

Irgendwann war es einfach soweit. Den Moment, in dem es in mir vernehmlich und laut hörbar *Klick* machte, hielt ich damals auf Twitter fest:


Ich hatte ein Gespräch via DM geführt und ich weiß nicht mehr warum, aber wir schrieben so und irgendwann schrieb mein Gegenüber etwas über die Schrecken der Suchtgesellschaft und die Tücken der Konsumgesellschaft und plötzlich ratterte es nur so in meinem Kopf, ohne Unterlass, bestimmt eine halbe Stunde lang. Klick, klick, klick, klick, klick... es wollte und wollte nicht enden. Lange 30 Minuten lang und es war der reine (positive) Wahnsinn. Meist ist es nach zwei, drei, vier Klicks vorbei, aber diesmal nicht. Klick, klick, klick, klick... Es müssen hunderte Klicks gewesen sein. Zumindest fühlte es sich für mich so an. 

So lang und intensiv hatte ich es noch nie. Ich rief bestimmt an die 1000 mal innerlich sowas wie "alter Schwede!" und "Holy Shit!" und "das kann ja wohl nicht wahr sein!" und dergleichen mehr, ich war ziemlich aus dem Häuschen. ;-) 

Ich wurde förmlich überrollt und mitgerissen von einer gigantischen Welle der Erkenntnis, das ich an nichts, an überhaupt g a r  nichts von dem, was mir je zustieß je schuld gewesen war. Nicht für eine Sekunde!

Ich weiß nicht ob sie sich vorstellen können, was das mit einem macht. Diese bahnbrechende Erkenntnis zu haben. Ein Leben lang fand man sich überhäuft mit Vorurteilen und Schuldgefühlen, war schuldig gemacht worden für Dinge, zu denen andere die Wurzeln gesäät und gelegt hatten, schon vor langer langer Zeit. Und immer wieder war man deshalb verurteilt, schuldig gesprochen und abgewertet worden. Und dann kam die überwältigende Erkenntnis:

Sie, meine Adoptivmutter, hatte auch eine innerliche Wunde. Sie litt unter ihrer Kinderlosigkeit und unter dem Stigma des kein leibliches Kind empfangen und gebären zu können. Und so kompensierte sie ihre Wunde mit mir, ihrem Adoptivkind, und brachte auf diese Weise mir eine Wunde ein. Brachte mir ihre Wunde bei, indem sie sie auf mich übertrug und mich dafür bluten ließ, das sie nicht so funktionieren konnte, wie sie es sich gewünscht hatte und wie man es allgemeingesellschaftlich betrachtet von ihr erwartete. Und da ich in einer einfachen Arbeiterfamilie aufwuchs, waren leider auch die Bildungsressourcen nicht so ausgelegt, das sie von allein hätte drauf kommen können und ihre Wunde ohne externe fachliche Hilfe hätte bewältigen können. Mal abgesehen von der emotionalen Stabilität, die ihr wundenverursacht ebenfalls fehlte. Und so ging alles seinen Gang. [Und ich bin froh das es raus ist und das ich es nun so zusammentragen habe. Nach Jahrzehnten des Leids, verzweifeln und nichtverstehens.]

Und aus diesem Grund bauten sich bei ihr wohl auch diese Emotionen auf, die sie dann auf mich fokussierte und unter denen ich krass zu leiden hatte. Wut, Ent-täuschung, Verlustgefühle, Gefühle des Scheitern, das Gefühl der eigenen Wertlosigkeit in einer weiblichen Kernkompetenz, Angst und was da wohl noch alles in ihr am wirken war. 

ICH hätte ihre Heilung sein sollen, ich hätte ihr die Heilung bringen sollen, das war der ursprüngliche Plan hinter der Sache mit meiner Adoption. 

Doch wir waren uns unerwartet fremd [geblieben], es gab keine [positive] emotionale Bindung zwischen uns. Ich verstand sie nicht, wie konnte ich denn auch, ich war ein kleines Kind. Und sie verstand mich auch nicht und doch war sie die Erwachsene in diesem irren Teufelsspiel zwischen uns beiden. Sie hätte das alles so nie zulassen dürfen. Ich schrieb es gestern so ähnlich auch im über mich: ihre Wut und ihre Enttäuschung darüber, das es mit mir nicht so war und nicht so wurde, wie sie es sich vorgestellt hatte, muß grenzenlos gewesen sein. 

Und so habe ich gelernt, das jeder eine Wunde mit sich herumträgt. Eine, die ihn innen drin ganz tief schmerzt und enorm leiden macht, bis man diese Wunde als Wunde begreift und anerkennt, das sie da ist und sie dann reinigt, verbindet und zart darüber streichelnd zum heilen bringt, mithilfe der Zeit. 

Das hat sie wohl nie getan oder auch nicht gekonnt. Was bis heute für mich im dunkeln liegt, ist die Antwort auf die Frage danach, woher das kam, ihre Kinderlosigkeit. War sie angeboren, durch eine Krankheit verursacht oder durch etwas ganz anderes? 

Was war geschehen, damals. Meine Mutter wurde Anfang der Dreissiger geboren, in schwierige und unruhige Zeiten. Und so vermag ich mir nicht genau vorzustellen, was ihr wohl zustieß und was oder wer ihr diese alles überstrahlende Wunde zufügte. 

Was sie mir antat, kann nicht entschuldigt werden. Es ist unendschuldbar. [unendlich unentschuldbar]

Aber ich stelle mir jetzt natürlich Fragen, die ich mir früher aus meinem großen Schmerz heraus nicht stellen konnte. 

Was war ihr damals nur zugestoßen? Wer oder durch was, wurde ihr diese innere Wunde wohl zugefügt? Ich weiß es nicht. Es liegt im Dunkel. Ich denke das meine Oma dabei eine Rolle spielte. Und die Umstände. Ich vermute, das damals etwas schreckliches mit meiner Adoptivmutter geschah, als sie noch sehr jung war. Ich fühle das sie in der Pubertät war, als ihr "das" geschah. Ich erinnere mich wieder an Bemerkungen meiner Oma, die darauf hindeuten könnten, das damals in den Kriegswirren etwas furchtbares geschah. Der erste Mann meiner Oma war nach ihrer Erzählung durch seine politische Haltung unbequem und unangenehm aufgefallen. Er wurde im Zuge dessen verfolgt und man hatte ihn im Visier, sagte sie. Ich denke, das diese Wunde in meiner Adoptivmutter wohl in diesem Kontext entstand, denn meine Oma und meine Mutter waren durch den Vater meiner Mutter nicht länger sicher. Meine Oma erzählte mir einst davon, wie sie allein auf der Flucht war mit ihrem Kind und wie sie sich beide im Gartenhäuschen ihres Vaters versteckten. Kurz danach lernte sie ihren zweiten Mann kennen, heiratete ihn und war dann wieder sicher. Was auch immer das nun genau für sie bedeutete. Viel weiß ich nicht über diese Ereignisse, aber einige Dinge, die meine Oma erzählte, fallen mir langsam wieder ein.

Das auch meiner Mutter etwas zustieß (was auch immer es war) kann und darf jedoch keinesfalls eine Entschuldigung für sie und ihre Taten sein. Doch ist es eine Erklärung. Und es ist darüber hinaus ein Beispiel dafür, was geschieht, wenn wir jemandem eine Wunde zufügen und was das dann im weiteren Geschehen mit demjenigen macht, dem wir eine Wunde zufügten. 

Der ursprünglich als Täter betrachtete Mensch wird durch das eigene verstehen und begreifen ein Stück weit zum Opfer und das Opfer wird zum [selbst]Täter, weil es dereinst zu einem Opfer gemacht wurde .. ob nun absichtlich oder unabsichtlich. Dinge geschehen.

Und so setzt es sich unendlich fort, das Rad des Karma, wenn man dem nicht (sich selbst bewußt) Einhalt gebietet, sich Hilfe holt und aussteigt aus diesem irren Kreis der Wiederholung. Eigentlich ziemlich traurig, wenn man drüber nachdenkt, wie banal das im Prinzip alles ist oder in meinem Fall war. Es ist letztlich eine simple Abfolge von menschgemachten Dingen, von Emotionen, von Messern und Wunden, die sich wie von selbst, ja sogar, wie aus sich selbst heraus, weitervererben. Man könnte so fühlen und man könnte so denken und es so sehen, doch möchte ich eigentlich nicht an zerstörerische Urkräfte glauben, die rein und ohne unser mindestes Zutun in uns wirken. Und so erkenne und sehe ich meinen Part in dieser ganzen Sache, wie ich den meiner beiden Mütter an diesem nun endlich beendeten Dilemma sehe, und erkenne meine Veranwortung in dieser Sache [an]. 

Ich bin ausgestiegen. Ich werde mein Trauma und meine Probleme nicht [länger] an meine Tochter und die nächsten Generationen weitergeben. Es hat genug Leid gegeben in meiner Adoptivfamilie, bei meiner leiblichen Mutter, bei mir und meinen Kindern. Hier, an dieser Stelle wird es enden. Ich fühle mich wesentlich erleichtert. Es ist vorbei! Winke-winke Adoptionstrauma... Ich mach drei xxx Endlich bin ich damit durch! :-))) 

Erkenntnisverarbeitung braucht Zeit und so war ich in den vergangenen Monaten überwiegend ruhig nach außen hin und schrieb wenig auf Twitter. Ich weilte meist im Off und ich wartete auf etwas. Worauf genau wußte ich selbst nicht. Inzwischen weiß ich es, inzwischen habe ich auch das verstanden und gelernt.

Rilke schrieb mal etwas schönes, das mir oft geholfen hat, damit zu leben, das manch Frage in meinem Leben noch nicht beantwortet worden war und es doch aber so sehr dringend sein wollte:


Geduld
Und ich möchte dich,
so gut ich kann bitten,
Geduld zu haben gegen alles Ungelöste
in deinem Herzen,
und zu verstehen.
Die Fragen selbst liebzuhaben
wie verschlossene Stuben
und wie Bücher, die in einer fremden Sprache
geschrieben sind.
Forsche jetzt nicht nach Antworten,
die dir nicht gegeben werden können,
weil du sie nicht leben könntest.
Und es handelt sich darum,
alles zu leben.
Vielleicht lebst du dann
allmählich – ohne es zu merken –
eines fernen Tages in die Antwort hinein.

Also übte ich mich in Geduld und Gelassenheit und ließ den Dingen ihren Lauf und gab mir Zeit. Die Zeit, die mein Inneres benötigte, um umfassend zu verstehen. 

Denn ich mußte das Erlebte erst verarbeiten, ich mußte das erlangte Wissen aus diesem "Trigger" in die tiefen Weiten meiner inneren Welt sickern lassen, es von innen heraus greifen und verstehen, es musste arbeiten in mir, um zu reifen und zu einem [weiteren] Schritt in der eigenen Entwicklung zu werden. Und zwar zu einem gigantischen Schritt in eine ganz neue Dimension. 

Ein Schritt wie ich ihn mir immer gewünscht hatte, das ich ihn einst würde tun können. Der entscheidende Schritt, der mich endgültig heraus katapultieren würde aus der Welt des ewigen Dunkel, des allumfassenden Leids, der Scham und der Schuld. Zurück zu meiner Würde und zurück ins hier und jetzt.

Puh!
Mir ist selbst grad etwas schwindelig, während ich diese Zeilen schreibe. Ich hatte es mir nicht so vorgestellt. Ich hatte es mir immer etwas anders vorgestellt. Ich dachte, das ich die Entschuldigung meiner Mutter und die Anerkenntnis ihrer Schuld und ihre Einsicht bräuchte, um meinen Frieden zu finden. Ich hatte irgendwie auf eine Abrechnung hingearbeitet, all die Jahrzehnte. Und dann sollte es plötzlich nicht mehr so sein. Dann war plötzlich auf einmal alles anders. 


Und ich erkannte, 
das aufgelöst wird 
durch verstehen und 
ausfällt durch verzeihen.

me/28.10.2016

Ich goß diese Worte damals in einen Tweet, um den Moment festzuhalten:




Und so setzen sich unablässig Dinge in Gang und ich schreite in meiner Entwicklung voran und setzte mich gestern dann spontan auf den Hintern, um das über Mich dieses Blogs zu überarbeiten (im Prinzip auch eine Folge des letzten Eintrages namens "es rattert wieder" von vor 4 Tagen, ein Eintrag, der sozusagen eine Vorstufe der heutigen Eruption darstellt) und bin nun dabei wieder einen Teil meiner Geschichte in die Welt hinauszulassen. Zur Befreiung und um ein Beispiel zu geben, wie es sein kann im Leben. 

Das ich diese Zeilen und die Überarbeitung des über Mich unter dem Neumond schreibe, der heute am 28.01.2017 um exakt 01:07:11 Uhr (am Ende der dunklen Stunde) begann, gibt diesen Tagen, die für mich bereits seit vergangenen Montag einen spürbar außerordentlichen Verlauf nehmen, etwas ganz besonderes und magisches. Eine besondere Note.

An einem solchen Tag zu sterben und neu geboren zu werden, ist sehr symbolträchtig und scheint mir passend zu der besonderen Situation zu sein. 

Und so weiß ich nun, wie es sich anfühlt wenn ein Stern geboren wird, wie ich ebenso weiß, wie es ist, wenn ein Tsunami über einen hereinbricht und alles nicht mehr gebrauchte und überalterte mit sich hinwegfegt und im Gepäck die Erneuerung mitbringt.


Schließen möchte ich den heutigen Eintrag mit einem Gedicht:


In jedem Winter 
steckt ein zitternder Frühling, 
und hinter dem Schleier jeder Nacht 
verbirgt sich ein lächelnder Morgen.

Khalil Gibran


Und nun entschuldigen sie mich bitte, ich muss jetzt erstmal ein bischen weinen gehen gehen, vor Freude und Glücksgefühl. 29:01.17: Mama, I'm done with you. I am now able to forgive you and let go. Once you will step in front of your personal judge and it will be up to them, it will be in their work to judge about you, to decide what to do and what to say about all the things you did me. From now on, its no longer up to me, cause I am now free of you! 

Ich sage meinen Dank, so sei es. Amen.


Pat - 28.01.2017
         12:59h
        29.01.2017, 17:33h
        30.01.2017 14.25h
        01.02.2017 14:34h
        überarbeitet und erweitert 

Tags: Tagebucheintrag, spontan, Erkenntnis, Befreiung, frei, frei_sein, frei_werden, Schuld, Scham, Leid, Rilke, Info, Trauma, Traumaüberwindung, Adoption, Mutter, AMutter

Dienstag, 24. Januar 2017

es rattert wieder

Es rattert wieder

[eine in Zeilen gegossene Vorstufe einer nachfolgenden Eruption und "ich darf so sein, wie ich bin"]

In mir rattert es wieder. Der gestrige Abend auf Twitter hat einiges ausgelöst.

Borderline, PTBS, rezidivierende Depression, passives Burnout, bipolare Depression, generalisierte Angststörung, etc.pp.

Es hat sich mit den Jahren einiges bei mir angesammelt an "Beschädigungen" oder "Funktionsstörungen" oder wie auch immer "man" "sowas" für sich bezeichnen möchte. Manches hat sich auch schon wieder gegeben oder gebessert. aber einiges bleibt immer, nichts geht spurlos an einem vorüber.

Ein Problem oder eine der Auswirkungen von den gerade aufgezählten Einschränkungen, sind bei mir die Konzentrationsstörungen und tendenziell latent hervorstechende Verwirrtheit meinerseits in Bezug auf komplexe(re)n Kontext. Oft in Gesprächen oder Diskussionen/Debatten.

Das knockt mich dann meist ziemlich aus und kann dazu führen, das die Kommunikation mit mir situativ etwas "schräg" oder anstrengend werden kann. Das wurde mir soeben nochmal sehr deutlich. 

[*Ich riss das Thema schonmal an, im Blogeintrag: "Hurra, der Hut ist weg!"
Damals ein Versuch der Einordnung und des Verstehens und der Bewußtwerdung dieses "Problems".]

Ich habe gelernt das ich manchmal irre tolle Hochs habe. Weil sich etwas gelöst hat, weil Ballast abfällt oder abfiel, oder/und weil ich hochsensibel bin und daher Dinge oft sehr stark empfinde. 

Manchmal rattert es nur so in mir, dann fügt sich eins ins andere und augenscheinlich nicht gekannte Zahnräder greifen [wieder] in einander und der innere Turbo läuft nur so. 

Unfassbar, wie leistungsfähig ich währenddessen (in der Begleiterscheinung) manchmal bin. Als wären die Vernetzungsadern des Gehirns wieder freigepustet und die verschiedenen Impulse rasen nur so durch das Gehirn und die Synapsen. Zumindest fühlt es sich so an und ich denke, das es auch so in der Art "ist" in diesen Stunden oder Tagen. 

Es ist extrem schwer davon wieder runter zu kommen, mich zu ent-turbousieren.

Schach hilft mir dabei, lerne ich gerade.

Ich habe eben nach Twitter noch einige Partien gegen meine Schachapp absolviert, die waren einfach wunderbar. 

Könnte ich doch nur in "normaler Stimmung/Verfassung" auch so gut, schnell und logisch denken, dachte ich vorhin. 

DAS wärs, aber sowas von! *lacht*

Leider ist das ehr weniger zu erwarten. Es ist krankheitsbedingt inzwischen ehr nicht davon auszugehen, das diese Art der Leistungsfähigkeit spontan wieder abrufbar sein wird und auf Dauer bleibt, dafür ist mir dann wohl doch ein Quentchen "zuviel" an schlimmen Dingen zugestoßen, was nachweislich seine Spuren (siehe obige Aufzählung) an/in mir hinterließ.

So sind die Dinge eben einfach manchmal. 

Oh, wenn ich könnte, wie ich wollte...

Ich würds nochmal voll darauf ankommen lassen! Vom Fachabi aufs Abi upgraden und studieren gehen. 

Philosophie, Psychologie oder Soziologie.. Solche Bereiche würden mich schon sehr reizen! ;) Oder vielleicht Politikwissenschaften? Ebenfalls sehr reizvoll. Würde ich nachschauen, was man noch alles studieren kann, was in diese Richtung geht, gäbs wahrscheinlich soviel an Auswahl, das ich als HSP mich erstmal ziemlich erschlagen fühlen könnte oder würde.

Dafür müsste ich mich dann zwar extrem(st) auf den Hintern setzen und büffeln, wenn ich es so täte und es mit Abi und Studium versuchen würde, aber es wär drin!
[Behaupte ich an dieser Stelle einfach mal.] 

WENN ich..
[Achtung, jetzt kommt das Zauberwort..]


LEISTUNGSFÄHIG wäre..


und zwar spontan und situativ zuverlässig abrufbar


Und das bin ich [nicht] mehr. Da liegt die Crux.


[An dieser Stelle tut sich mir erneut eine klaffende Lücke in Bezug auf eine mögliche (realisierbare) erwerbslohnende und würdevolle Betätigung in der Zukunft auf. DAS schaff ich heut (jetzt) aber nicht mehr, kann das nur als Thema für später anreißen und werde es dann irgendwann wieder aufgreifen und beleuchten.] 

Nunja, das ist wirklich schade.
(back to topic)

Kein Scheiß, ich meine das genau so, denn es ist verflixt schade..

Schade, dass es nicht mehr so ist, schade das ich das so nicht mehr hinbekomme und nicht mehr so leisten kann und seit einiger Zeit immer vergesslicher werde. Aber diese Umstände sind wohl von mir hinzunehmen und situativ bedingt anzuerkennen. Frei von etwaiger Scham oder früheren Schuldgefühlen. Es ist wie es ist. 

Und ein kleines Türchen hat sich am Ende meiner Überlegungen/Eindrücke doch aber auch wieder für mich ein Stückchen mehr geöffnet. 

Ich stellte [erneut] fest, das unglaublich viel Stress von mir abfällt, weil ich inzwischen

1. bestimmten selbstgewählten Regeln [Leitlinien] folge und

2. dass das loslassen von altem Ballast und alten Problemen mich unwahrscheinlich stark beflügelt und befreit und damit das denken zumindest wieder etwas verbessert und entkrampft. Und wenn es auch nur temporär und nicht immer abrufbar ist. Egal. 

Ich finde das Gefühl wunderbar und geniesse es wenigstens ab und zu wieder die alte Patricia in mir zu spüren, die, die ich einst vor langer Zeit mal war. Noch nicht so "durch" und eingeschränkt wie heute, durch diverse Macken und Schranken. 

[Ach kommen sie! Das wird man doch wohl nochmal über sich sagen oder schreiben dürfen! :-p *Achtung, Sarkasmus* ;-) ] 

Und damals, als ich noch die "alte Patricia" war, da war ich auch körperlich noch erheblich belastbarer als in diesen Tagen/Wochen/Monaten. 

Aber immerhin. Es macht mir Mut, ich genieße, das es "sie", die belastbare und leistungsfähige Pat trotz allem noch in mir gibt. Irgendwo, gut getarnt, aber da. Ab und zu taucht sie kurz auf. 

So nehme ich einiges mit aus dem gestrigen Abend und freue mich über seinen unerwarteten Verlauf zum Ende hin. 

Ich Wahnsinnige habe diese Zeilen nun noch ins Handy getippselt (um 5:59h, stöhn!), aber das musste so.

Morgen früh (heute früh) nach dem aufstehen wäre es zu spät gewesen und die Gedanken an all dies längst weg. Eindeutig viel zu schade, das im Nirvana verschwinden zu lassen, dachte ich Sturkopp mir und setzte spontan zu einem Tagebucheintrag an. Morgen (später irgendwann) werde ich es dann wohl ins Blog stellen, als 1. Eintrag in 2017. 

[Lustig, das der Morgen bei mit immer noch gefühlt NACH dem schlafen und aufstehen beginnt, auch wenn das rein technisch betrachtet am Mittag oder Nachmittag oder am Abend ist. Hihi. Einiges ändert sich eben auch nie, was gut ist. Manch vertrauter Pfad ist ausgetreten, aber dadurch eben auch beruhigend.]

Lustigerweise scheint dieser scheinbar zufällige Umstand, das dies mein datumsbasierter "Erstjahres-Blogeintrag" wird, irgendwie auch seiner textualen Bedeutung für mich zu entsprechen und angemessen und passend zu sein. 

Falls sich der Text nicht doch noch im nachhinein als "zu wirr" herausstellt oder anfühlt und ich die geplante Veröffentlichung doch noch umgehe. o.O 

Ich hoffe nicht, das es so sein wird. ;) 

Hasta la vista (oder so) und nun gute Nacht! (Oder ehr guten Morgen. :D) 

Pat - 24.01.2017, 06:05h 



P.S.: 

Eins noch: ich lerne auch gerade, das ich sein darf, wie ich bin. Und wenn das, wie ich bin, manchmal auch befremdlich oder "drüber" auf andere wirken mag: ich DARF so sein. Weil jeder sein darf, wie er tief innen drin ist. 

Gibt da natürlich gewisse Spielregeln an die man sich halten muss (niemandem schaden, nicht bewußt verletzen etc. pp.), aber wann ist schonmal was komplett ohne Einschränkung zu haben? *lacht* 

DAS wär mir so nur von der bedingungslosen Liebe bekannt. 😉

Pat - 24.01.2017, 06:29h


[Sehen sie, DAS ist der innere Turbo.. verflixt schwer da vor der körperlichen Überforderung (zum Beispiel in Form von Migräne oder Erschöpfungssymptomen) wieder herauszukommen. 

Versuche es jetzt erneut und werde obsiegen. Jay! Immer schön das positive befördern.. das negative mit nicht- oder wenig Beachtung behandeln.. ;-) 

Ich schwöre ihnen, das funktioniert bei mir, über die Zeit betrachtet. Wenn man geduldig ist und am Ball bleibt.] 

07:13h - Ende -


edit am 27.01.2017, 14.45h


Tags: spontan,Tagebucheintrag,nachgereicht,Tagebuch


Nachtrag:
Was zusammengehört soll nicht getrennt sein:
dieser Text gehört zu in eigener Sache und ist quasi als eine Verstufe des Textes am 28.01.2017 zu betrachten. Letztlich geht es in beiden Texten um die Verarbeitung von Erkenntnissen in Bezug auf meine Adoptivmutter und die Adoption und alles was mir deswegen so zustieß.. [Verkettung-lineares Reihengeschehen]

Samstag, 31. Dezember 2016

Tschüß 2016, Hallo 2017



Tschüß 2016, Hallo 2017 


Ich machs heut kurz und ohne viele Worte. Zumindest ist das der Plan. ;-) 

Das Jahr 2016 hat uns wohl alle überrascht und gefordert und es ist viel geschehen. Nun ist es fast rum und ein neues Jahr steht vor der Tür. 

Seid gut zu euch, seid gut zu anderen, tragt stets Licht und Liebe im Herzen, und seid die Veränderung, die ihr euch wünscht für diese Welt. 

[Zitat frei nach Ghandi] 

Das ist meine überwiegende Empfindung und Haltung in Bezug auf dieses Jahr. Selten war mir klarer, wie bedeutsam und wichtig diese einfachen Worte sind. Liebe, Menschlichkeit und Nähe, so einfache Dinge und doch so wichtig. 

Ich danke für das, was ich in diesem Jahr erleben und lernen durfte und ich bin neugierig und gespannt, was uns das nächste Jahr bringt. 

Vielleicht bringt es uns ein Stück näher an so etwas großes, wie den Weltfrieden. 

Und vielleicht tragen wir dazu bei, indem wir bei uns und in unserem Umfeld anfangen. Kleinklein wird zu großgroß, so der Gedanke dahinter. 

In unseren Graden (und wahrscheinlich weltweit) ist der Silvestertag ein starkes Datum, eins zu dem man sich Gedanken macht, inne hält, sich neu erdet, neu sortiert und vielleicht dabei auch altes über Bord wirft. Weil es sich nicht mehr gut oder richtig anfühlt. 

Doch, denkt dran, das Jahresbuch 2017 hat 365 unbeschriebene Seiten und wir haben jeden Tag aufs neue wieder die Chance und die Gelegenheit die Seite neu zu schreiben. 

Bitte seid gut zu euch! 

[Ich weiß, ich wiederhole mich. Ich tue das bewußt und ich tue das, weil es mir wichtig ist.] 

Seid nett zu euch, denn wer zu sich selbst gut ist, dem geht es innerlich gut und das führt wiederum dazu, das man zu den anderen auch nett-er ist. Vielleicht nicht immer, aber es erhöht sicherlich die Chance darauf. 

Ich danke für die vielen Menschen und Seelenwelten, die ich durch Twitter kennenlernen und in die ich einen Blick werfen durfte. Vieles daraus hat mein Leben nachhaltig bereichert und Freundschaften entstanden. 

Ich persönlich danke dafür, das ich nach Jahren wieder Kontakt mit meinem Sohn habe. Und ich danke dafür, das ich meine Tochter an meiner Seite haben darf. Ich danke für zwei gesunde Haustiere, die mich seit Jahren begleiten. Ich danke für jedes Fest und jeden Anlass zu dem ich mit euch das Leben feiern darf. Ich bin dankbar, das ich am Leben bin und habe das wieder zu schätzen gelernt. Ich danke dafür, das ich vieles lernen und erkennen durfte. Da war manch ein großer Meilenstein darunter! Danke dafür, danke das ich weitergekommen bin in der Aufarbeitung meiner persönlichen Geschichte und im erlangen von Frieden. 

Ich danke für den blauen Himmel über mir und all die Wesen unter seinem blauen Dach, denn sie bereichern meine Welt. Ich danke auch dafür, das es nach jedem Winter wieder einen Frühling gibt, denn: 


"In jedem Winter

steckt ein zitternder Frühling,
und hinter dem Schleier jeder Nacht
verbirgt sich ein lächelnder Morgen."


Khalil Gibran



Ich danke für das Licht, das ich nun wieder im Herzen trage und für die Liebe unter den Menschen, die es zweifellos auch in dunklen Zeiten gibt. 


Passt auf euch auf, wo auch immer ihr seid. 


Seid nett zueinander und kommt gut rein ins neue Jahr, das Jahr 2017! Ich wünschte euch von Herzen alles Gute und viel Schwung und Kraft für das kommende Jahr. 


Liebe Grüße 



Pat - 31.12.2016

         21:39h


Tags: Jahreswechsel, spontan, Gedanken 


P.S.: 


Ehrlich, für meine Verhältnisse kann man diesen kleinen Spontantext noch "kurz" nennen. *grinsend ab*